Das ABC des Caviar-Genusses

Unsere Empfehlungen für ein stilvolles Caviar-Erlebnis.

AKI: Das Altonaer Kaviar Import Haus wurde 1925 gegründet und ist eines der ältesten Caviar-Häuser der Welt, das noch heute in dritter Generation von Familienhand geführt wird.

Beilagen: Caviar allein ist eigentlich schon Genuss genug. Alle Beilagen sollten mild und zurückhaltend sein. Sie sollen den wunderbaren Geschmack unterstreichen, nicht dominieren. Wir empfehlen: frisches Baguette mit Butter, wachsweiches Frühstücksei, Rührei, frische Pellkartoffeln und natürlich Blinis. Und als Geschmacksträger kann man bestens Crème fraîche verwenden.

Caviar-Shot: Ein Löffel Caviar und ein Gläschen erstklassiger Vodka – fertig ist ein schöner Digestif.

Champagner: Der perfekte Begleiter. Finden Sie selbst heraus, welcher Champagner Ihnen am besten zu den einzelnen milden oder intensiveren Caviar-Sorten schmeckt. Es geht nicht darum, einfach zwei Luxusprodukte gleichzeitig zu konsumieren. Sondern darum, diese durch gekonnte, harmonierende Kombination zu einem noch größeren Geschmackserlebnis werden zu lassen.

Crème fraîche: Bietet sich als Geschmacksträger an. Es lohnt sich, auch hierfür etwas mehr Geld auszugeben. Günstige Crème fraîche ist meist zu sauer und nicht zart genug. Gute Crème ist mild, hat eine geschmeidige Konsistenz und ist leicht gelblich.

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Einfrieren: Einfrieren von Caviar ist nicht zu empfehlen. Er verliert zwar wenig von seinem Geschmack, die Körner können beim Auftauen jedoch platzen.

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Goldene Kugel: Wirklich frischer Caviar zeichnet sich durch eine feste, körnige Konsistenz aus. Die russischen Zaren prüften die einwandfreie Qualität des Caviars mit Hilfe einer kleinen, aber sehr schweren Goldkugel. Blieb die Kugel oben auf dem Caviarspiegel liegen ohne einzusinken, war der Caviar von allerbester Frische. Je weiter die Kugel jedoch im Caviar versank, desto älter war der Caviar. Auch bei AKI wurde eine Goldkugel von Generation zu Generation weitervererbt und wird noch heute gelegentlich für Qualitätstests eingesetzt.
Musste der Lieferant zur Zarenzeit allerdings im schlimmsten Fall um seinen Kopf fürchten, so geht es heute „nur” noch um den guten Ruf unserer Caviar-Lieferanten.

Haltbarkeit: Frischer Caviar in der vakuumverschlossenen Dose hält sich ca. 3 Monate. Pasteurisierter Caviar im Glas ist bei hoher Qualität bis zu 12 Monate haltbar.

Handrücken: Aus einer großen Dose streicht man sich mit einem Perlmuttlöffel eine Portion Caviar auf den Handrücken und genießt den Caviar pur. Für Fachleute ein idealer Test: Ist die Hand anschließend geruchsfrei und ohne ölige Rückstände, handelt es sich um sehr guten Caviar.

Ikra: ist der russische Name für Caviar.

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Kühlen: bei +2 bis +7°C und erst kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.

Löffel: Caviar und Metall-Löffel vertragen sich nicht - es sei denn, er ist aus Gold. Wer den nicht besitzt, greift am besten zu einem aus Perlmutt. Der ist ideal und stilecht. Doch um ganz ehrlich zu sein: Ein schlichter Kunststoff-Eierlöffel tut es auch.

Luft: Luft und Wärme sind für Caviar die schlimmsten Feinde. Daher die ganz klare Regel: Dose immer erst kurz vor dem Servieren raus aus dem Kühlschrank und solange wie möglich geschlossen halten.

Malossol: Malossol kommt vom russischen „Malo Sol“, was „wenig Salz“ bedeutet. Hierbei handelt es sich um die klassische Form, um Caviar haltbar zu machen. Der Salzgehalt sollte jedoch max. 4 % betragen.

Metall- oder Silberlöffel: NIEMALS! Wer damit Caviar isst, schmeckt Silberoxid.

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Öffnen: Wenn Sie Ihre Caviar-Dose öffnen, darf der Inhalt nicht nach Fisch oder metallisch riechen. Die Körner sollten klar, fest und stabil in der Dose liegen. Merke: Frischer Caviar duftet frisch.

Offene Dose: Eine geöffnete Dose sollte so schnell wie möglich verzehrt werden. Angebrochener Caviar ist bereits nach einem Tag im Geschmack beeinträchtigt.

Perlmutt: sehr stilecht, sowohl als Löffel als auch als Schale.

Preis: Der Preis der Caviar-Sorten ist kein Maßstab für gut oder schlecht. Ein Sterlatka Caviar zum Frühstücksei ist ein Genuss – da muss es kein Ossetra Imperial sein. Für eine Nocke erstklassigen Caviars auf einem Beefsteak Tatar – da sollte er es dann aber doch sein! Probieren Sie selbst und Sie werden sehen: Es gibt unzählige Möglichkeiten, echten Stör-Caviar zu genießen – und für jeden Anlass den richtigen Caviar. Oder eben für jeden Gaumen den besten. Lassen Sie sich überraschen.

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Sauternes: Um 1900 war es absolut üblich, zum Caviar hochwertige Auslesen oder Beerenauslesen zu reichen. Der Botrytiston harmoniert bestens mit Caviar. Leider ist diese Empfehlung dem Trend zu trockenen Weinen zum Opfer gefallen. Aber probieren Sie doch einfach mal.

Servieren: Wer es ganz professionell machen will, kühlt bereits das Gefäss, bevor er es mit Eis füllt, denn so ist der Caviar perfekt gebettet. Ideal ist Crushed Ice, weil die gesamte Dose bzw. das Glas mit dem Eis in Berührung ist. Auf dem Tisch sollte der Caviar nie zu lange offen stehen. Am besten benutzen Sie also eine Schale mit Deckel.

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Vodka: Keine Frage – Vodka gilt als DAS Getränk zu Caviar. Das neutrale Aroma ist eine ideale Ergänzung zum mildfeinen Geschmack des Caviars. Wenn jedoch ein genussvoller Abend nicht enden soll, wie so manche Geschäftsreise an die Wolga, ist der Vodka wohl besser als Digestif (siehe: Caviar-Shot) denn als begleitendes Getränk geeignet!

Wärme: Luft und Wärme sind für Caviar die schlimmsten Feinde. Daher die ganz klare Regel: Dose immer erst kurz vor dem Servieren raus aus dem Kühlschrank und solange wie möglich geschlossen halten.

Warme Speisen: Caviar sollte nicht in warmen Gerichten verarbeitet werden. Die Körner werden hart wie Gummi und verlieren ihren Geschmack. Bei warmen Gerichten den Caviar immer erst zum Schluss dazu geben – am besten auf Crème fraîche gebettet.

Wein: Weißwein, kein Rotwein! Der Weißwein sollte charakterlich herb oder frisch sein, auch edelsüß, aber nicht aufdringlich. Also zum Beispiel verschiedene Sauvignon Blanc. Möglich ist auch ein Sauternes (siehe dort).

X: Das X in der lateinischen Bezeichnung oder im Namen des Caviars steht für die Kreuzung zweier verschiedener Störarten, sogenannte Hybride. Ziel ist es meist, die Vorteile beider Arten in der Zucht miteinander zu vereinen.

Y: Sollte Ihnen hierzu ein Stichwort einfallen, melden Sie sich bitte gern bei uns. Wir werden Ihre Anfrage zügig beantworten – und in unser kleines Lexikon aufnehmen.

Zitrone & Zwiebeln: Niemals, wirklich niemals mit Zitrone anrichten! Warum dieser Geschmackskiller so häufig zu Caviar empfohlen wird, wissen wir auch nicht so genau. Zitrone übertönt den feinen Geschmack. Das gleiche gilt auch für Zwiebeln – sie sind viel zu streng!

Fehlt hier ein Stichwort, zu dem Sie gern eine Information gehabt hätten? Schicken Sie uns gern eine E-Mail.

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