Sibirischer Stör

Acipenser baerii (CITES-Code: BAE)

Der Sibirische Stör ist die "Mutter der Störzucht". Als reiner Süßwasser-Stör erstreckte sich sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet über zahlreiche Flüsse Russlands bis nach West-Europa, u.a. in die Gironde. Denaturierung von Flußläufen und Umwelteinflüsse haben sehr früh dazu geführt, dass dieser Stör vom Aussterben bedroht und weit vor 1998 für den kommerziellen Fang nicht mehr zugelassen war. Bereits Mitte der Siebziger Jahre wurde mit der Kultivierung dieser Art bei Bordeaux in Frankreich begonnen, wo optimale Bedingungen für die Zucht vorgefunden wurden.

Was ihm unter natürlichen Bedingungen zum Verhängnis wurde, hat ihn in der Aquakultur zum Pionier unter den Zuchtstören werden lassen: die Tatsache, ein reiner Süßwasserstör zu sein, der sich leicht an Veränderungen in seiner Umwelt und beim Futter anpasst.

Der Sibirische Stör wird in der Zucht bis zu 1,30 Meter lang und wiegt dann ca. 30 kg. Die Laichreife erreicht er schon im Alter von max. 6 Jahren. Dies und die große Caviar-Ausbeute von über 10 % haben dazu geführt, dass der Sibirische Stör bis heute einer der am weitesten verbreiteten Störe in Aquakultur ist.